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Montjuïc - Ein Besuch auf Barcelonas Berg

Zuletzt aktualisiert: 22/02/2026
Alex

Barcelonas Hausberg mit dem unaussprechlichen Namen dient den Einheimischen als riesiger Park und Freizeitort. Hier kommen sie her, um zu joggen, mit ihren Hunden Gassi zu gehen, ein Bierchen zu trinken und das maritime Flair zu genießen.

Der Montjuïc liegt an der Küste von Barcelona und bietet spektakuläre Ausblicke auf den Hafen, das Meer und die Stadt. Die Hafenseilbahn verbindet den Montjuïc mit dem Strand und macht Barcelonas Stadthügel auch für einen kurzen Abstecher lohnenswert.

Sportbegeisterte werden den Montjuïc lieben. Denn nicht nur kann man hier kilometerweit durch die vielen Gärten und um die Festung (am Meer entlang!) gehen, sondern findet auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die mit den Olympischen Spielen 1992 in Verbindung stehen.

Ticket Symbol. Dieser Beitrag enthält Affiliatelinks. Wenn du deine Tickets über einen dieser Link buchst, erhalte ich vom Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Der olympische Ring mit dem Palau Sant Jordi und dem Radioturm.
Der Montjuïc ist nicht besonders hoch, dafür aber sehr weitläufig

Wie kommt man auf den Montjuïc?

Es gibt mehrere Wege, um auf den Montjuïc zu gelangen - je nachdem wo man sich in Barcelona befindet und wohin man auf dem Montjuïc möchte.

Eigentlich ist die Anfahrt unkompliziert, aber die verschiedenen Verkehrsmittel sorgen oft für Verwirrung und es kommt zu Verwechslungen zwischen der Standseilbahn (Funicular), der Hafenseilbahn (Teléferico del Puerto) und der Montjuïc-Schwebeseilbahn (Telefèric de Montjuïc), weshalb ich euch alle im Anschluss kurz vorstellen möchte.

Mit der Hafenseilbahn vom Strand auf den Montjuïc

Der mit Abstand schönste Weg auf den Montjuïc ist mit der Hafenseilbahn. Vor allem wenn man sich am Strand aufhält, ist die Seilbahn der schnellste Weg auf den Berg und schon von der Gondel aus bieten sich beeindruckende Blicke auf den Hafen, das Meer und die Stadt.

Ausblick von der Seilbahn auf den Hafen und Barcelona.

Die Talstation befindet sich am Strand San Sebastià vor dem segelförmigen W-Hotel, von der sie bis zur Bergstation vor dem Hotel Miramar fährt und dabei die Torre Jaume I durchquert (wo sie allerdings nicht anhält).

Betriebszeiten der Hafenseilbahn

Vom 01.01. bis 28.02. ab 11:00 bis 17:30 Uhr
Vom 01.03. bis 31.05. ab 10:30 bis 19:00 Uhr
Vom 01.06. bis 11.09. ab 10:30 bis 20:00 Uhr
Vom 12.09. bis 30.10. ab 10:30 bis 19:00 Uhr
Vom 31.10. bis 31.12. ab 11:00 bis 17:30 Uhr

25.12. geschlossen.

Es ist jeweils eine Gondel in jede Richtung unterwegs. Die Gondeln benötigen ca. 8 Minuten, um die 1300 Meter zwischen der Hafen- und der Bergstation zurückzulegen und fahren im 15 Minutentakt.

Jede Gondel fasst bis zu 19 Personen und im Sommer und am Wochenende kann es zu längeren Warteschlangen vor dem Ticketschalter und vor dem Aufzug kommen. Wer die Tickets vorab Online kauft, umgeht zumindest die Schlange vor dem Ticketschalter, trotzdem sollte man in der Hochsaison noch mit ca. 30 Minuten Anstehen rechnen.

Ticketpreise der Hafenseilbahn

SchalterOnline
Hin- und Rückfahrt20 €21,50 €
Ticket kaufen Ticket Symbol.
Einfache Fahrt ab Berg12,50 €12,50 €
Ticket kaufen Ticket Symbol.
Einfache Fahrt ab Hafen12, 50 €nicht erhältlich

Die Bearbeitungsgebühr muss auch gezahlt werden, wenn man über die Webseite der Hafenseilbahn bucht, über meine Links entstehen euch also keine Extragebühren.

Für Kinder bis zu 6 Jahren ist die Fahrt gratis, ab 6 Jahren muss der volle Preis bezahlt werden.

Mit der Standseilbahn vom Zentrum auf den Montjuïc

Der vom Zentrum aus schnellste und günstigste Weg, um auf den Montjuïc zu gelangen, ist mit dem Funicular.

Das Funicular ist Teil des öffentlichen Transportsystems von Barcelona (TMB) und es können alle Abo-Fahrkarten, wie zum Beispiel die T-casual, genutzt werden. Auch City Cards wie die Hola-BCN Card, die unbegrenzte Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmittel beinhaltet, gelten für die Standseilbahn. Mit der Barcelona Card hat man außerdem freien Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten auf dem Montjuïc, darunter die Miró Stiftung, das olympische Museum und der botanischen Garten.

Von der Haltestelle Parallel aus (Linie L2 + L3 mit Anschluss an Plaça Catalunya und Sagrada Familia) ist es mit der Standseilbahn nur ein Stopp bis zur Station Parc de Montjuïc. Hier befinden sich unter anderem das olympische Stadion, das Sportmuseum, die Miró Stiftung und der botanische Garten.

Wer weiter hoch auf den Berg möchte, kann zu Fuß gehen, den Bus nehmen oder die Schwebeseilbahn nutzen.

Mit der Montjuïc-Schwebeseilbahn zum Castell de Montjuïc

Die Montjuïc-Seilbahn (Telefèric) ist im selben Gebäude untergebracht wie das Funicular, aber sie ist nicht Teil des öffentlichen Verkehrsnetzes, es muss ein Extra-Ticket gekauft werden.

Die Montjuïc-Schwebeseilbahn beginnt die Fahrt am Parc de Montjuïc bis hoch zum Castell de Montjuïc. Auf der Rückfahrt von der Burg hält sie außerdem am Mirador del Alcalde, wo man aussteigen und die Sicht auf den Hafen bewundern kann.

Im Gegensatz zur Hafenseilbahn sind hier viele kleine Gondeln in kurzen Abständen unterwegs, die jeweils 4 Personen fassen und im Normalfall hat man eine Gondel für sich.

Direkt an der Bergstation der Montjuïc-Seilbahn liegt das Castell de Montjuïc auf der höchsten Stelle des Bergs. Für die Burg muss ein separates Ticket gekauft werden.

Insgesamt legt die Seilbahn eine Strecke von 750 Metern zurück. Mit dem One-Way-Ticket kann man an jeder beliebigen Station einsteigen, um bis zu einer der beiden anderen Stationen zu gelangen. Mit einem Return-Ticket kann an allen drei Stationen ein- und ausgestiegen werden.

Fahrpreise Montjuïc-Seilbahn

One-way
nur am Schalter
Hin- und zurück
Schalterpreis
Hin und Zurück
Ticket Symbol. Onlinepreis
Erwachsene + Jugendliche ab 13 J.12 EUR19 EUR17,10 EUR
Kinder (4-12 Jahre)10 EUR13 EUR11,70 EUR
Kinder unter 4 JahreGratisGratisGratis

Bei Ticket Symbol. Online-Buchung einer Hin-und Rückfahrkarte kann man 10% sparen (einfache Fahrten können nur am Schalter zum Normalpreis gekauft werden). Der Voucher, den man per E-Mail erhält, muss am Ticketschalter gegen ein Papierticket umgetauscht werden.

Die Montjuïc-Seilbahn und die Hafenseilbahn sind zwei unterschiedliche Unternehmen, achtet also darauf, Tickets für die korrekte Seilbahn zu kaufen!

Betriebszeiten der Montjuïc-Seilbahn

Januar - Februar: 10:00 bis 18:00 Uhr
März - Mai: 10:00 bis 19:00 Uhr
Juni - September: 10:00 bis 21:00 Uhr
Oktober: 10:00 bis 19:00 Uhr
November - Dezember: 10:00 bis 18:00 Uhr

25. Dezember, 1. Januar und 6. Januar: 10:00 bis 14:30 Uhr

Mit dem Bus auf den Montjuïc

Von der Plaça Espanya, einem der Hauptknotenpunkte in Barcelona, fährt die Buslinie 150 auf den Montjuïc. Die Busse der Linie 150 halten am Kreisverkehr vor den venezianischen Türmen. Mit dem Bus benötigt man ca. 20 Minuten bis zum Castell de Montjuïc auf dem Gipfel des Bergs.

Weitere Haltestellen der Linie 150: Olympisches Stadion (Estadi Olímpic), Miró Stiftung (Fundació Joan Miró), Station der Standseilbahn und Montjuïc-Seilbahn (Estació del Funicular), Castell de Montjuïc, Av. Miramar Pl Carlos Ibáñez (Station Hafenseilbahn).

Die Haltestelle der Linie 150 auf den Montjuïc am Plaça Espanya.

Ab Plaça Urquinaona (ein weiterer unaussprechlicher Name) oder Plaça Catalunya kann man die Linie 55 auf den Montjuïc nehmen, der unter anderem am olympischen Stadion (Estadi Olímpic), der Miró Stiftung (Fundació Joan Miró) und an der Station der Standseilbahn und Montjuïc-Seilbahn (Estació del Funicular) hält.

Mit dem Hop-On-Hop-Off Bus auf den Montjuïc

Die Hop-On-Hop-Off Busse sind eine der besten Möglichkeiten, um den Montjuïc zu erkunden. Sowohl der Bus Turístic als auch der Bus von Barcelona City Tours hat mehrere Haltestellen auf dem Montjuïc, was sehr praktisch ist, vor allem, weil die Sehenswürdigkeiten auf dem ganzen Berg verteilt liegen.

Der majestätische Nationalpalast mit dem Springbrunnen davor.
Der Bus Turístic fährt unter anderem am Palau Nacional vorbei.

Haltestellen Bus Turístic:
Kunstmuseum (MNAC) - Olympischer Ring (Anella Olimpica) - Miró Stiftung (Fundació Joan Miró) - Seilbahnstation (Telefèric de Montjuïc) - Parada Miramar (Aussichtspunkt und Hafenseilbahn)

Ticket Symbol. Über diesen Link könnt ihr die Tickets für den Hop-On-Hop-Off Bus kaufen.

Zu Fuß auf den Montjuïc

Tipp: Der Montjuïc ist sehr weitläufig und ihr solltet euch eure Energie lieber für einen Spaziergang durch die Gärten und zu den Aussichtspunkten auf dem Montjuïc sparen.

Wer den Montjuïc trotzdem zu Fuß erklimmen möchte, benötigt ab der Plaça Espanya etwa 30 bis 40 Minuten bis zur Burg auf dem Gipfel. Der Weg ist gut beschildert. Natürlich kann man auch nur bis zur Mitte gehen und dann die Montjuïc-Seilbahn nehmen.

Der Montjuïc und seine Bedeutung für Barcelona

Wie wird Montjuïc eigentlich ausgesprochen und was bedeutet dieser seltsame Name? Ausgesprochen wird es Montschuik und zur Herkunft gibt es zwei Theorien:

Die erste besagt, dass der Berg seinen Namen von dem jüdischen Friedhof erhielt, der sich im Mittelalter auf dem Montjuïc befand (dabei handelt es sich nicht um den heutigen Friedhof). Montjuïc könnte demnach soviel wie Judenberg bedeuten.

Man könnte den Namen aber auch aus dem Lateinischen ableiten, wo er soviel wie Berg des Jupiter bedeutet. Für diese Theorie spricht, dass Barcelona als römische Kolonie entstand und auch auf dem Montjuïc Spuren römischer Bauwerke gefunden wurden.

Bewohnt wurde der Montjuïc aufgrund seiner optimalen Lage in der Nähe des Meeres und an der Mündung des Flusses Llobregat schon seit prähistorischer Zeit. Die ältesten Überreste iberischer Siedlungen, deren Bewohner den Berg vermutlich als Handelsort nutzten, stammen aus dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr.

Von der Antike bis zur Neuzeit lieferte der Montjuïc den Sandstein für viele historische und moderne Bauwerke in Barcelona, darunter die römische Stadtmauer, die Kathedrale von Barcelona, die Basilika Santa Maria del Mar und die Regierungsgebäude auf der Plaça de Sant Jaume.

Die Bastaixos, die den Sandstein vom Montjuïc bis zur gotischen Basilika Santa Maria del Mar im heutigen Stadtviertel El Born schleppten, wurden durch den historischen Roman "Die Kathedrale des Meeres" berühmt.

Auch Gaudí schätze den Sandstein dank seiner chromatischen Vielseitigkeit und nutzte ihn für alle seine Bauwerke, darunter die Casa Milà, die Pedrera, die Torre Bellesguard, die Sagrada Familia und der Park Güell.

Die Torre Bellesguard gleicht von außen einer mittelalterlichen Burg.
Der vielfarbige Sandstein verleiht der Torre Bellesguard ihr mittelalterliches Aussehen

Bereits seit dem Jahr 1073 befand sich an der höchsten Stelle des Montjuïc ein Wachturm, die Vorläufer der Festung war, von der die Einwohner Barcelonas jahrhundertelang bewacht und verteidigt, aber auch überwacht und terrorisiert wurden.

Urbanisiert wurde der Montjuïc erst Anfang des 20. Jahrhunderts, als am Fuße des Bergs die zweite Weltausstellung abgehalten wurde. Auch die olympischen Spiele 1992 hatten starken Einfluss auf die Infrastruktur des Montjuïc.

Sehenswürdigkeiten um den Montjuïc

Die Weltausstellung 1929 war ein Meilenstein in der Geschichte Barcelonas, die den Montjuïc transformierte und viele neue Sehenswürdigkeiten am Fuße des Bergs hervorbrachte. Zu den bekanntesten zählen der Palau Nacional, die Font Màgica und das Poble Espanyol.

Plaça de Espanya

Der größte Platz von Barcelona wurde anläßlich der Weltausstellung angelegt. Damals wie heute ist der Platz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Stadt und ein guter Ausgangspunkt für einen Ausflug auf den Montjuïc.

In der Mitte des kreisrunden Platzes liegt ein monumentaler Brunnen, der sich aufgrund des starken Verkehrs im Kreisverkehr am Besten aus der Ferne betrachten lässt, zum Beispiel vom Dach des Einkaufszentrums Arenas in der ehemaligen Stierkampfarena.

Font Màgica de Montjuïc

Der Font Màgica wurde ebenfalls anlässlich der Expo 1929 eingeweiht und ist das Hauptelement einer Reihe von Becken und Wasserfällen zwischen der Plaça Espanya und dem Palau Nacional.

Der magische Brunnen vor dem Nationalpalast in Barcelona.
Der Font Màgica vor dem Nationalpalast, der das Kunstmuseum beherbergt

Pro Sekunde werden 2 600 Liter Wasser durch ein Wasserumlaufsystem gepumpt - seit 2010 wird für den Font Màgica aus Gründen von Umweltschutz und Nachhaltigkeit Grundwasser benutzt und die klassische Beleuchtung durch LED Lampen ersetzt.

Lichtspektakel am Font Màgica

Im Sommer versammeln sich bei Anbruch der Dunkelheit Hunderte von Menschen am Fuße des Montjuïc, um die bunt erleuchteten Wassersäulen des Font Màgica zu den Klängen von Musik rocken, poppen oder swingen zu sehen. Das Musikrepertoire reicht von Freddy Mercury über Beethoven bis zu den Simpsons und aus 7000 Millionen möglichen Wasser- und Lichtkombinationen wird automatisch die Choreographie zur jeweiligen Musik generiert.

Choreographien:

1. November - 31. März: Donnerstags, Freitags und Samstags 20 bis 21 Uhr

Der Sommerplan steht noch nicht fest.

Am besten ihr prüft die Showzeiten des Brunnens über diese Webseite, da die Wasserspiele in Zeiten von Dürre nicht stattfinden (was in Barcelona leider häufiger vorkommt).

Palau Nacional und Museu Nacional d'Art de Catalunya (MNAC)

Der Palau Nacional beherbergte während der zweiten Weltausstellung in Barcelona eine große Ausstellung über spanische Kunst. Aktuell ist im Palau das Nationale Kunstmuseum von Katalonien untergebracht, in dem Gemälde aus verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte ausgestellt sind, darunter eine der bedeutendsten Sammlung romanischer Kunst Europas.

Die Dachterrasse kann gegen Gebühr unabhängig vom Museum besucht werden, wo sich beeindruckende Blicke auf Barcelona bieten. Aber schon von den Treppen vor dem Palau aus hat man einen tollen Ausblick auf die Font Màgica und den Norden Barcelonas bis hin zum Tibidabo, Barcelonas größtem Berg.

Blick vom Nationalpalast Barcelona über den Font Màgica und Plaça Espanya bis zum Tibidabo.

Öffnungszeiten:

Oktober - April
Dienstag - Samstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10:00 bis 15:00 Uhr


Mai - September
Dienstag - Samstag: 10:00 bis 20:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10:00 bis 15:00 Uhr


Geschlossen:
Montags, außer an Feiertagen
1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember

Die Ticketschalter schließen 30 Minuten und die Säle 15 Minuten vorher.

Ticket Symbol.Standardticket für Palau Nacional + MNAC: 12 €

Gratis Eintritt:

  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre
  • Senioren über 65 Jahre (EU-Mitglieder)
  • Arbeitslose (spanisches Paro, mit DARDE)

Jeden Samstag ab 15 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat können der Palau Nacional und das MNAC kostenfrei besucht werden (es muss vorab ein Onlineticket für 0 EUR gekauft werden).

Ein Basis-Ticket für den Palau Nacional und die Dachterrasse ist vor Ort gegen 2 EUR erhältlich.

Poble Espanyol - ganz Spanien in einem Dorf

Im "spanischen Dorf" kann man durch verschiedene Regionen Spaniens schlendern, typische Architektur bewundern, traditionelle Gerichte der einzelnen Regionen kosten und Handwerkern bei der Ausführung ihres Gewerbes über die Schulter schauen.

Das riesige Freilichtmuseum sollte eigentlich nach der Expo wieder abgerissen werden, hatte aber so viel Erfolg, dass es sich zu einer Dauerausstellung entwickelt hat. Auch die Einheimischen kommen hier gerne her, vor allem abends, wenn im Sommer oft Live-Veranstaltungen abgehalten werden.

Öffnungszeiten und Tickets

Montags: 10:00 bis 20:00 Uhr
Dienstag - Sonntag: 10:00 bis 00:00 Uhr

Spezielle Öffnungszeiten: 25. + 26. Dezember, 1. + 6. Januar

7. Januar - 5. Februar:
Montag bis Donnerstag: 10:00 bis 20:00 Uhr
Freitag bis Sonntag: 10:00 bis 00:00 Uhr

Ticket Symbol. Standardticket: 13,50 EUR

Am Schalter kosten die Tickets 15 EUR.

Sehenswürdigkeiten auf dem Montjuïc

Der Montjuïc bildete das Herzstück der Olympischen Spiele 1992, die das größtenteils ungenutzte Gelände in einen großen Stadt- und Freizeitpark verwandelten.

Weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Montjuïc sind die im Jahr 1640 erbaute Festung (Castell de Montjuïc), die lange Zeit Schauplatz militärischer und politischer Machtkämpfe war, sowie die Miró-Stiftung, die Barcelonas Kunstszene mit Werken des in der Stadt geborenen Künstlers bereichert.

Genießer können aber auch einfach nur in den vielen Gärten lustwandeln oder in einer der Bars mit Blick auf Barcelona ein Bierchen schlürfen.

Der Olympische Ring (L'Anella Olímpica)

Wie kein anderes Ereignis prägten die Olympischen Spiele 1992 das heutige Gesicht Barcelonas.

Von den insgesamt vier olympischen Zonen in Barcelona war der Montjuïc der Hauptaustragungsort der Spiele. Beträchtliche 272 Millionen Euro wurden in den Ausbau des Montjuïc-Geländes gesteckt, die sich für Barcelona langfristig gesehen aber gelohnt haben. Einige der bereits bestehenden Gebäude wurden umgebaut und vergrößert, es entstanden aber auch viele neue Gebäude.

Die gesamte Infrastruktur der Stadt wurde verbessert, um den Besucherstrom Zugang zu verleihen. Am Strand entstand der olympische Hafen (Port Olímpic), der Teil des olympischen Dorfs Vila Olímpica war.

Das Gesamte Gelände des olympischen Rings ist kostenfrei zugänglich.

Anfahrt:

Bus 150 und Bus 55 (Haltestelle Estadi Olímpic)
Hop-On-Hop-Off Bus (Haltestelle Anella Olímpica)
Standseilbahn (ab der Station Funicular de Montjuïc ca. 10 Minuten zu Fuß, oder weiter mit Bus 150)

Das Olympische Stadion Lluís Companys

Das Stadion wurde bereits 1929 anlässlich der Weltausstellung eingeweiht, schon mit der Hoffnung, die olympischen Spiele nach Barcelona zu bringen. Nachdem die Stadt sich dreimal vergeblich als Austragungsort der Olympiade beworben hatte, erhielt Barcelona 1986 endlich den Zuschlag für die 25. Olympischen Spiele. Zu diesem Zweck wurde das Stadion fast komplett umgebaut und offiziell in Estadi Olímpic umbenannt.

Das olympische Stadium wird von der untergehenden Sonne in warmes Licht getaucht.

Im olympischen Stadion fanden unter anderem die Eröffnungs- und Abschlussfeierlichkeiten der Olympiade statt und auch die Leichtathletikwettkämpfe wurden hier ausgetragen.

Palau Sant Jordi

Die heutige Kongress- und Konzerthalle wurde vom japanischen Architekten Arata Isozaki für die Olympischen Spiele entworfen und auf dem Gelände einer ehemaligen Müllhalde auf dem Montjuïc gebaut. Der Palau Sant Jordi bietet Platz für ca. 18.000 Menschen und ist damit die größte Veranstaltungshalle in Barcelona.

Das kuppelförmige Dach besteht aus einem Geflecht aus Stahlröhren mit Gelenken und wurde auf dem Boden montiert und anschließend von Hydraulikkränen auf das Gebäude gehieft und entfaltet. Unter der Kuppel verläuft ein wellenförmiger Dachüberstand, der das Mittelmeer symbolisieren soll.

Während der olympischen Spiele war der Palau Sant Jordi Austragungsort für die Gymnastikwettkämpfe, Hand- und Volleyballturniere sowie die paralympischen Wettkämpfe in Tischtennis und Volleyball.

Auch nach der Olympiade war die Halle Austragungsort zahlreicher internationaler Leichtathletikwettkämpfe, NBA Turniere, Schwimmmeisterschaften und Veranstaltungsort des Davis Cup. Zu den spektakulärsten Sportveranstaltung im Palau Sant Jordi zählten ein Motocross-Rennen und ein Indoor-Windsurf Wettbewerb, bei denen das Innere der Halle der jeweiligen Thematik angepasst wurde.

Heute finden im Palau hauptsächlich Konzerte internationaler und nationaler Künstler statt.

Das Olympische Stadium mit der nadelförmigem Radioturm.
Der Palau Sant Jordi und die Torre de Comunicacions

Torre de Telecomunicaciones

Der 136 Meter hohe Sendeturm auf dem Montjuïc, der auch Calatrava-Turm nach seinem Schöpfer genannt wird, wurde innerhalb von drei Jahren erbaut, um die Olympischen Spiele von Barcelona in die ganze Welt zu übertragen. Zur gleichen Zeit und zum gleichen Zweck wurde die Torre de Collserola auf dem Tibidabo erbaut.

Der dynamische Stahlturm mit der markanten Nadel verkörpert einen griechischen Athleten in der Antike, der das ewige Feuer der olympischen Spiele trägt. Andere sehen in dem Turm einen Athleten, der im Begriff ist, niederzuknien, um seine Medaille entgegenzunehmen.

Der Sockel des Turms ist mit weißem Mosaik besetzt, eine Hommage an Gaudí, der diese Technik (Trencadís) in fast allen seinen Werken anwandte, nur dass Gaudí meist bunte Keramikscherben verwendete.

Der Hauptmast des Turms hat die selbe Neigung wie die Erdachse, was den Schatten der Nadel gezielt auf die benachbarte Plaça de Europa fallen lässt. Fälschlicherweise wird der Turm deshalb auch als Sonnenuhr bezeichnet, da aber jeglicher Zeitmesser auf der Plaça de Europa fehlt, handelt es sich zumindest offiziell nicht um eine operative Sonnenuhr.

Die olympischen Schwimmbäder

Die Piscinas Bernat Picornell waren während der Olympiade Austragungsort für die Schwimmwettbewerbe, das Synchronschwimmen, die Wasserballspiele und das Turmspringen.

Das Schwimmbad, das aus einem Wettkampfbecken, einem Trainingsbecken und einem Sprungbecken besteht wurde bereits 1970 anlässlich der 12. Schwimm-Europameisterschaft eingeweiht und 1990 für die olympischen Spiele renoviert.

Am Sprungbecken im heutigen Piscina Municipal de Montjuïc fanden die Sprungproben während der Olympiade statt. Mit dem dramatischen Stadtpanorama im Hintergrund diente der Turm unter anderem als Kulisse im Intro des Videos Slow von Pop Star Kylie Minogue (den Rest des Videos räkelt sich Kylie auf einem Handtuch).

Aktuell können beide Bäder von der Öffentlichkeit genutzt werden.

Von der Kioskbar Salts hat man tolle Blicke auf die Stadt, die man mit einem Aperol Spritz in der Hand genießen kann. Der Eingang der Bar liegt gegenüber der Station des Funiculars.

Das Olympische Museum

In diesem liebevoll eingerichteten Museum dreht sich alles um die Olympischen Spiele und den Einfluss, den Sport auf Barcelona und die Welt ausübt. Sportarten aus aller Welt werden mithilfe von Bildern, Texten und Ausrüstung vorgestellt.

Außerdem wird die Geschichte und Entwicklung der olympischen Spiele veranschaulicht, angefangen im antiken Griechenland bis zu den wegen Covid abgesagten Spielen in Tokio. Man erfährt unter anderem, wie die olympischen Spiele das Stadtbild von Barcelona veränderten und auch andere Städte, die die Olympiade beherbergten, werden kurz vorgestellt.

Auf digitalen Bildschirmen werden emotionale sportliche Momente abgespielt und anhand interaktiver Multimediainstallationen kann man seine Reflexe prüfen und sich mit Spitzenathleten messen.

Bildschirme im Inneren des Sport und Olympia Museum auf dem Montjuïc.

Öffnungszeiten und Tickets

Oktober - März
Dienstag - Samstag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10:00 bis 14:30 Uhr
Geschlossen: Montags (Nicht-Feiertage), 1. Januar, 1. Mai, 25. + 26. Dezember

April - September
Dienstag - Samstag: 10:00 - 19:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10:00 - 14:30 Uhr

Geschlossen: Montags (Nicht-Feiertage), 1. + 6. Januar, 1. Mai, 25. + 26. Dezember

Ticket Symbol. Online-Tickets
Erwachsene: 6,30 €
Kinder + Jugendliche (8-17 J.) und Studenten: 3,90 €
Senioren über 65 Jahre und Kinder unter 7 Jahre: gratis
Jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei

Die Miró-Stiftung

Das Museum wurde von Joan Miró selbst mit dem Ziel gegründet, die Kunst unter's Volk zu bringen. Die meisten Werke stammen aus der Privatsammlung des Künstlers.

Anhand zahlreicher Skizzen, Bilder und Skulpturen erhält man einen der umfassendsten Einblicke in das Leben und Schaffen des in Barcelona geborenen surrealistischen Malers und Bildhauers. In temporären Ausstellungen können auch die Werke anderer zeitgenössischer Künstler bewundert werden.

Öffnungszeiten und Tickets

November - März
Dienstag - Sonntag: 10:00 bis 19:00 Uhr

April - Oktober
Dienstag - Samstag: 10:00 bis 20:00 Uhr
Sonntags: 10:00 bis 19:00 Uhr

Montags geschlossen (außer an Feiertagen)

Einlass bis 30 Minuten vor Schließung

Ticket Symbol. Online-Tickets

Normalpreis: 15 €
Reduzierter Preis: 7 € (Studenten 15 - 30 Jahre, Senioren über 65 Jahre)
Jugendliche und Kinder unter 15 Jahren: gratis

Botanischer Garten Barcelona

Der botanische Garten von Barcelona beherbergt eine große Sammlung von Bäumen, Büschen und Kräutern aus dem gesamten Mittelmeerraum. Wer exotische Blumen in voller Blüte erwartet, wird enttäuscht sein. Abgesehen von einigen Wochen im Frühjahr blühen die mediterranen Pflanzen von Natur aus nicht besonders üppig.

Dafür bietet der am Hang gelegene Garten eine schöne Aussicht auf Barcelona und lädt zum Spazierengehen ein. Der botanische Garten ist Teil des Museums für Naturwissenschaften, das Museum selbst ist allerdings nicht auf dem Montjuïc zu finden, sondern am Forum in Barcelona.

Ein kleines Highlight ist die Bonsai-Sammlung, im wahrsten Sinne des Wortes.

Es gibt noch zahlreiche andere Gärten im Park Montjuïc, von denen manche Eintritt kosten und andere gratis sind.

Öffnungszeiten und Tickets

November - Januar: 10:00 bis 17:00 Uhr
Februar + März: 10:00 bis 18:00 Uhr
April + Mai, September + Oktober: 10:00 bis 19:00 Uhr
Juni - August: 10:00 bis 20:00 Uhr

Einlass ist bis 30 Minuten vor Schließung des Gartens.
Geschlossen: 1. Januar, 1. Mai, 24. Juni, 25. Dezember

Normaler PreisReduzierter Preis*
Eintritt Garten (inkl. temporärer Ausstellung)5 €2,50 €
Kombi-Ticket Botanischer Garten+Museum für Naturwissenschaften7 €3,50 €
Kombi-Ticket Botanischer Garten+Castell Montjuïc7 €4 €

*Reduzierter Preis: Personen zwischen 16 und 29 Jahren, Senioren ab 65 Jahren, Personen im Paro, Familien bis zu zwei Erwachsenen und mdst. einem Kind unter 16 Jahren

Freier Eintritt:

  • Kinder unter 16 Jahren
  • Mit Barcelona Card
  • Teilnehmer am Programm Gaudi Més
  • Jeden Sonntag ab 15 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat den ganzen Tag

Anfahrt zum Botanischen Garten

Buslinie 150 - Ausstieg Estadi Olìmpic, 5-10 Minuten zu Fuß
Buslinie 55 - Ausstieg Viver Tres Pins, 5-10 Minuten zu Fuß
Hop On Hop Off Bus - Haltestelle Anella Olimpica, 5-10 Minuten zu Fuß
Standseilbahn - Ab der Station der Funicular sind es c.a. 10-15 Minuten zu Fuß

Das Castell de Montjuïc

Vom höchsten Punkt des Berges aus hat man einen einmaligen Rundumblick auf das Meer, die Küste und die Stadt. Schon im Mittelalter nutzten die hier ansässigen Menschen diesen strategisch günstigen Punkt, um die Küste zu überwachen und nach feindlichen Schiffen Ausschau zu halten, die sich der Küste näherten.

Die Burg auf der Spitze des Montjuïc.

Die blutige Vergangenheit des Castell de Montjuïc

Die erste dokumentierte Überlieferung der Existenz eines Wachturms auf dem Montjuïc datiert auf das Jahr 1073 zurück.

Die Struktur des Turms blieb viele Jahrhunderte unverändert, bis er während des Restaurationskriegs innerhalb von 30 Tagen in aller Eile aufgerüstet und in eine Festung (Castell) umgewandelt wurde, um Barcelona vor einem drohenden Wasserangriff zu schützen. In der Schlacht des Montjuïc am 26. Januar 1641 konnte der Feind, König Felipe IV., erfolgreich zurückgeschlagen werden. Er gab jedoch nicht auf und eroberte die Burg schließlich zehn Jahre später.

Es begann eine jahrhundertelange Reihe von Machtkämpfen, Kriegen und Aufständen zwischen Königen, Möchtegern-Königen, Regierungen und dem Volk. Dabei spielte das Castell de Montjuïc immer eine besondere Rolle und wurde im Laufe der Zeit verstärkt und erweitert.

Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg (1701 - 1714), in dem zwei Anwärter nach dem spanischen Thron strebten und die Katalanen den unterlegenen Möchtegernkönig unterstützten, nutzte der Gewinner König Felipe V. die Festung, um Barcelona und seine Bewohner im Auge zu behalten und sich deren Loyalität zu sichern. Zum selben Zeitpunkt und Zweck wurde auch die Zitadelle im Parc de Ciutadella errichtet.

Im Jahr 1753 wurden die letzten Reste des alten Wachturms abgerissen und die Burg erhielt bei erneuten Umbauten ihre heutige Form.

Während spontaner, regierungskritischer Revolten der Einwohner Barcelonas wurde die Stadt 1842 von der Festung auf dem Montjuïc aus stundenlang bombardiert, um die Aufstände zu brechen. Ein Jahr später regnete es aus denselben Motiven sogar monatelang Bomben auf die Stadt.

Ende des 19. Jahrhunderts diente die Burg inmitten weiterer Aufstände und Terroranschläge als Gefängnis und Hinrichtungsstätte.

Während des Zivilkriegs 1936-1939 richtete die Partei ERC (katalanische Separatisten) in der Festung ein Militärlager ein und auch während dieses Konflikts wurden Tausende von Menschen wegen Hochverrats und anderen politischen Verbrechen in der Burg inhaftiert und Hunderte hingerichtet.

Unter Francos Regime wurde der Spieß umgedreht und Hunderte republikanische und katalanische Gefangene hingerichtet.

Als die Festung im Jahr 2008 wieder in kommunalen Besitz überging, wurde während der Feierlichkeiten an eines der Opfer dieser letzten Ausschreitungen erinnert: den ehemaligen Ministerpräsidenten Lluís Companys, nach dem heute das olympische Stadion benannt ist.

Was es im Castell de Montjuïc zu sehen gibt

In verschiedenen Räumen erhält man Einblick in die teilweise sehr düstere Geschichte der Festung. Besonders interessant sind die Modelle und die alten Fotografien. Anhand eines emotionalen Videos wird die Bombardierung Barcelonas im Jahr 1842 geschildert.

Für viele stellt sich jedoch nicht so sehr die Frage, was es in der Burg zu sehen gibt, sondern was man von der Burg aus sehen kann: Vom Exerzierplatz, dem höchsten Punkt der Burg, hat man einen der besten 360-Grad-Ausblicke über Barcelona.

Öffnungszeiten und Ticketpreise

1. März - 31. Oktober:
Montag bis Sonntag 10:00 bis 20:00 Uhr

1. November - 28. Februar:
Montag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr

Der Ticketschalter schließt 30 Minuten vorher.

Geschlossen: 25. Dezember + 1. Januar

Eintrittspreis: 12 €
Reduzierter Eintritt: 8 €
(Kinder 8-12 Jahre, Senioren über 65 Jahren, zertifizierte Arbeitslose im spanischen Paro)

Kinder unter 8 Jahre haben freien Zutritt.

Gratis ganztägig jeden ersten Sonntag im Monat und jeden Sonntag ab 15 Uhr.

Ticket Symbol.Altstadt + Montjuïc Tour: Seilbahn und Besichtigung der Burg inbegriffen

Anfahrt

Aus dem Stadtzentrum mit der Standseilbahn (Funicular) bis zur Station Funicular de Montjuïc und weiter mit der Schwebeseilbahn Telefèric de Montjuïc bis zur Station Castell.
Alternativ kann man ab der Station der Standseilbahn auch zu Fuß bis zur Burg gehen (c.a. 15 Minuten bergauf) oder den Bus nehmen.

Wenn man mit der Hafenseilbahn vom Strand aus kommt, erreicht man das Castell de Montjuïc in ungefähr 15 Minuten. Der Bus verkehrt hier nur auf dem Rückweg von der Burg, um mit dem Bus nach oben zu gelangen, muss man bis zur Station de Funicular gehen.

Ab der Plaça España verkehrt die Buslinie 150 bis zum Castell.

Der Friedhof auf dem Montjuïc

Barcelona wurde zur Zeit des Kaisers Augustus als römische Kolonie gegründet, wovon heute nur noch wenige antike Überreste zeugen. Eines der am besten erhaltenen Monumente ist die Via Sepulcral, eine Straße, die außerhalb der Stadtmauer lag und entlang derer die Römer ihre Toten begruben.

Nach dem Fall des Römischen Reichs kam in Barcelona und vielen anderen europäischen Städten der christliche Brauch auf, die Toten direkt neben den Kirchen zu bestatten. Auf den idyllischen Plätzen des gotischen Viertels, wo wir heute im Schatten mittelalterlicher Kirchen in Terrassenbars Tapas essen, befanden sich früher die Friedhöfe der Stadt.

Das führte zwangsläufig zu Epidemien, woraufhin im 18. Jahrhundert Begräbnisse innerhalb der Stadtmauern verboten und die Friedhöfe wieder außerhalb der Stadtzentren angelegt wurden.

Der erste "Sammelfriedhof" in Barcelona war der Cementerio del Poblenou, gefolgt von einem zweiten, größeren Friedhof auf dem Montjuïc, der 1883 eingeweiht wurde.

Hier liegt in den höheren Rängen die Oberschicht von Barcelona begraben, die ihren Status schon im Leben mit prächtigen Herrenhäusern zur Schau stellten. Auch nach ihrem Tod suchten sie sich mit teilweise spektakulären Skulpturen und monumentalen Mausoleen zu übertrumpfen.

Auf diesem Friedhof liegen einige der bekanntesten Persönlichkeiten Barcelonas begraben, unter anderem der Maler Joan Miró (dessen Werke man sich in der Miró Stiftung ansehen kann) und der Architekt Ildefonso Cerdá, der die Baupläne für den neuen Stadtteil Eixample in Barcelona entwarf. Auch die Familie Batlló und die Ametllers, dessen Häuser den Passeig de Gràcia ziereh, haben hier ihre ewige Ruhestätte gefunden.

Davon abgesehen liegen auf dem Friedhof auch tausende "namenslose" Mitglieder der Bevölkerung begraben, natürlich weiter unten am Hang, es muss ja alles seine Ordnung haben.

Der Friedhof liegt am Südhang des Montjuïc und ist mit Blicken auf den Industriehafen und das Meer gesegnet. Der Friedhof ist Montags zwischen 08:00 bis 14:30 und 15:30 bis 17 Uhr, Dienstags bis Donnerstags zwischen 8:00 und 18:00 Uhr und am Wochenende und Feiertags zwischen 08:00 und 14:30 Uhr geöffnet.

Aussichtspunkte auf dem Montjuïc

Von Barcelonas Berg hat man eine herrliche Aussicht auf Barcelona und immer wieder lassen sich schöne Blicke auf die Stadt, den Hafen und das Meer erhaschen. Davon abgesehen gibt es auch spezielle Aussichtspunkte (Miradores), von denen man besonders beeindruckende Blicke hat.

Mirador del Alcalde

Aus meiner "Sicht" einer der schönsten Aussichtspunkte, umgeben von einer kleinen Grünanlage mit Palmen, Wasserfällen und Springbrunnen.

Vom "Aussichtspunkt des Bürgermeisters" hat man einen tollen Blick auf den Hafen und einige Wahrzeichen der Stadt, darunter das W-Hotel (bei den Einheimischen aufgrund seiner Segelform als Hotel Vela bekannt), die Torre Glòries und die Sagrada Familia.

Eine Kioskbar mit Terrasse und einer Handvoll Tischen sorgt für Verpflegung (und Toiletten).

Am einfachsten ist der Mirador del Alcalde mit der Montjuïc Seilbahn zu erreichen. Aber Vorsicht, die Türen der Seilbahn öffnen sich an der Station am Aussichtpunkt nur auf der Fahrt von oben nach unten, also vom Castell de Montjuïc kommend runter zum Parc del Montjuïc!

Alternativ geht man von der Station des Funicular ca. 15 Minuten zu Fuß .
Haltestelle Buslinie 150: Plaça de la Sardana.

Wer mit der Hafenseilbahn auf den Berg gefahren ist, kann diesen Aussichtspunkt getrost überspringen, da man von der Kabine ähnliche Blicke hat.

Mirador de los Jardines de Miramar

Auch vom Aussichtspunkt vor dem Hotel Miramar (Hotel Meerblick) und neben der Hafenseilbahn hat man beeindruckende Ausblicke auf den Hafen und auf die Stad

Mirador del Migdia

Was den Mirador del Migdia zu etwas besonderem macht ist die Picknickzone, wo man selbst mitgebrachtes Essen mit Blick auf den industriellen Frachthafen verzehren kann.

Noch besser schmeckt das Vesper in dem Ausflugsrestaurant "Caseta del Migdía" in einem kleinen Waldgebiet mit Tischen und Meerblick (siehe Restaurants weiter unten).

Camí del Mar

Dieser unscheinbare und leicht zu übersehende Waldweg führt unterhalb der Burgmauer am Meer entlang. Er bietet etwa einen Kilometer lang eine der besten Aussichten auf den Frachthafen von Barcelona.

Der Camí del Mar beginnt links von der Bushaltestelle Castell de Montjuïc, die mit dem Bus der Linie 150 oder zu Fuß erreicht werden kann. An einer Gabelung kann man entweder hinunter zum Aussichtspunkt Mirador del Alcalde gehen oder dem Weg folgen, um zum Mirador del Migdia zu gelangen.

Weitere Orte mit toller Aussicht:

  • Von der Schwebeseilbahn und der Hafenseilbahn
  • Vom Castell de Montjuïc - von der Terrasse des Exerzierplatzes hat man eine 360º Panorama-Aussicht auf ganz Barcelona
  • Vom Palau Nacional - vom Eingang des Kunstmuseums bietet sich einer der malerischsten Ausblicke über die Stadt
  • Von den Terrassen des botanischen Garten hat man ebenfalls eine schöne Sicht auf Barcelona

Restaurants und Bars auf dem Montjuïc

Von einfachen Kioskbars bis hin zu gehobenen Restaurants - auf dem Montjuïc ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei, herrliche Aussicht garantiert.

La Caseta del Migdia

Beliebtes Ausflugslokal inmitten eines Pinienwalds - mit Blick auf's Meer und den Frachthafen.

Das Essen ist einfach und die Auswahl nicht groß. Hinter der Caseta wird das Fleisch für die Grillteller (Hühnchenspieße oder Butifarra) zubereitet und mit einer Salatbeilage und Brot serviert. Für Vegetarier gibt's alternativ Maiskolben.

Leider wird nichts dafür getan, um diesen schönen Ort zu erhalten: das Essen wird auf Wegwerftellern serviert und das Bier in Plastikbechern ausgeschenkt. Schade eigentlich für einen so "naturverbundenen" Ort.

Die Ausflugsbar Migdia auf dem Montjuic.

Man sollte unbedingt vorreservieren, sonst kann es schwierig bis unmöglich sein, einen freien Tisch zu bekommen.

Öffnungszeiten (ohne Gewähr, immer vorab auf Google checken):
Samstags, Sonn & Feiertags: 12:00 - 18:00 Uhr

El Xalet de Montjuïc

Gutes Essen, coole Location, herrlicher Ausblick und gepfefferte Preise. Das Restaurant "Xalet de Montjuïc" ist für besondere Anlasse zu empfehlen. Und Urlaub ist doch immer ein besonderer Anlass, oder?

Blick über das Restaurant und über Barcelona.
Die Aussicht vom Xalet de Montjuïc ist fast unschlagbar

Das Restaurant befindet sich gegenüber der Station des Funiculars und ist aus Barcelona am einfachsten mit der Standseilbahn zu erreichen.

Salts Bar

Das "Salts" befindet sich neben dem "Xalet de Monjuïc" über den Tribünen des ehemaligen olympischen Sprungbeckens, mit dramatischen Blicken auf die Stadt.

Es herrscht Selbstbedienung und alle Getränke und Speisen (hauptsächlich Tapas und Bar-Food) müssen am Tresen bestellt werden, das Essen wird anschließend an die Tische gebracht.

Blick auf die das olympische Sprungbrecken und auf Barcelona von der Salts Bar.

Dieser Spot ist besonders beliebt bei Sonnenuntergang. Wer keinen Tisch findet, kann auch auf den Sitzen auf den Zuschauertribünen Platz nehmen.

Terrazza Miramar

Das "Terrazza Miramar" befindet sich direkt neben der Station der Hafenseilbahn und wenn man sonst nichts auf dem Montjuïc unternimmt, sollte man hier zumindest ein paar Tapas essen und den herrlichen Blick genießen, bevor man die Seilbahn zurück nach unten nimmt.

Ausblick auf den Hafen und die Stadt.

In unmittelbarer Nähe liegt das "Terraza Martinez", wo unter anderem gute Paella serviert wird.

Font del Gat

Das "Font del Gat" steht seit seiner Neueröffnung 2025 auf meiner To-Do-Liste, leider ist es fast unmöglich, dort spontan einen Tisch zu bekommen. Das Restaurant wurde benannt nach dem Brunnen, der in dieser üppigen grünen Oase vor sich hinplätschert.

Bei schönem Wetter kann man herrlich vor dem Restaurant auf der Terrasse vespern und Grillspezialitäten essen. Im Winter werden die traditionellen Calçotadas abgehalten, wo man die beliebte, milde Zwiebel mit Romesco Sauce kosten kann.

Das Gebäude in dem sich das Restaurant befindet wurde von Puig i Cadafalch für die Weltausstellung errichtet (diese Empfehlung bezieht sich aber ausschließlich für die Terrasse).

Übernachten auf dem Montjuïc

Kalendersymbol mit Lupe. Hotel Miramar (5 Sterne) - Dank seiner privilegierten Lage auf Barcelona's Hausberg hat man von den Zimmern des Miramar tolle Blicke auf den Hafen und auf die Stadt. Das Hotel ist umgeben von Grünanlagen und verfügt über einen Außenpool sowie einen Spa-Bereich. Es ist die perfekte Unterkunft für alle, die eine ruhige Lage abseits des Touristenrummels suchen, aber trotzdem das Gefühl haben wollen, mittendrin zu sein.

Kalendersymbol mit Lupe. Hotel Brummell (4 Sterne)- Familiäre Pension mit entspannter Atmosphäre in einer ruhigen Wohngegend am Fuß des Montjuïc. Ruhig bedeutet in diesem Fall nicht langweilig, denn im Trendviertel Poble Sec wimmelt es von Tapas-Bars, wo man eine gute Zeit verbringen kann.

Geschrieben von Alex

Als ich vor 15 Jahren das erste Mal nach Barcelona kam, habe ich mich sofort in diese wunderschöne Stadt verliebt, also bin ich direkt hiergeblieben und mittlerweile ist Barcelona zu meiner Heimat geworden. In diesem Blog will ich euch "meine" Stadt vorstellen und euch zeigen, was Barcelona so besonders macht.

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