Barcelona ist eine der sehenswertesten Städte Europas. Und das nicht nur dank ihrer Attraktionen, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes. Wer von oben auf Barcelona blickt und die Stadt vor dem blauen Mittelmeer in der Sonne glitzern sieht, wird diesen Anblick lange in Erinnerung behalten.
Die Sagrada Familia, die Torre Glòries, der bis ans Meer ragende Hausberg Montjuïc und die Kirche auf dem Tibidabo gehören nicht nur zur Skyline von Barcelona, sondern beherbergen auch die besten Aussichtspunkte, von denen aus sich die Stadt überblicken lässt.
Aber es gibt noch viele weitere Aussichtspunkte, von denen man einen atemberaubenden Blick auf Barcelona hat. In diesem Artikel verrate ich euch, wo es die besten Aussichtspunkte in Barcelona gibt und was ihr von dort sehen könnt.
In diesem Beitrag hinterlasse ich euch Links, über die ihr Tickets für die erwähnten Sehenswürdigkeiten ergattern könnt. Wenn ihr eure Tickets über die Links kauft, erhalte ich vom Anbieter eine Kommission, für euch ändert sich der Preis dadurch nicht.
Natürliche Aussichtspunkte in Barcelona
Berge sind von Natur aus die besten Aussichtspunkte und Barcelona ist mit mehreren „Bergen” beziehungsweise Hügeln gesegnet.
Die besten Aussichtspunkte befinden sich auf dem 512 Meter hohen Tibidabo, von dem aus man einen beeindruckenden Panoramablick auf ganz Barcelona hat, sowie auf dem 173 Meter hohen Montjuïc, der von mehreren Aussichtspunkten Blick auf den Hafen und das Meer bietet.
Weitere beliebte Aussichtspunkte liegen auf dem Turó de la Rovira (261 m), wo sich die Bunker von Carmel befinden. Auch vom Park Güell, der sich über mehrere Hügel erstreckt, hat man einen tollen Blick auf Barcelona.
Selbstverständlich reden wir in Barcelona nicht von echten Bergen, sondern von den Ausläufern des Collserola-Gebirges nördlich der Stadt. Wer einen wahren Berg erklimmen will, und sei es nur mit dem Zug, dem bieten sich vom Montserrat aus wahrlich dramatische Ausblicke - allerdings nicht auf Barcelona. Der zerklüftete Montserrat ist auch für sein Kloster bekannt und lohnt einen Tagesausflug ab Barcelona.
Aussichtsberg Tibidabo
Der Tibidabo ist der höchste Berg von Barcelona, was ihn zu einem der besten Aussichtspunkte der Stadt macht. Er liegt am nördlichsten Rand der Stadt und ganz Barcelona liegt ihm buchstäblich zu Füßen.
Von den Aussichtsplattformen des Vergnügungsparks und der Kirche Sagrat Cor erstreckt sich Barcelona in ihrer ganzen Pracht, beide Aussichtspunkte sind kostenfrei zugänglich. Wer noch höher hinauf will, kann mit dem Aufzug bis hoch zur Jesus-Statue auf der Kirche fahren.


Einen der spektakulärsten Blicke hat man von der schleuderförmigen Talaia, einem der altmodischen Fahrgeschäfte auf dem Tibidabo. Aus dieser Perspektive kann man auch beeindruckende Selfies mit der Kirche schießen. Auch vom Riesenrad bieten sich herrliche Ausblicke auf Barcelona.
Der Fernsehturm Torre de Collserola verspricht ebenfalls erstklassige Fernblicke, hat aber momentan bis auf weiteres geschlossen.
Montjuïc - Barcelonas Berg am Meer
Der Montjuïc ist zwar nicht so hoch wie der Tibidabo, dafür aber sehr weitläufig, mit zahlreichen Aussichtspunkten in alle Richtungen. Dank seiner Lage an der Küste hat man von diesem Berg die besten Ausblicke auf das Meer und den Hafen.
Auf dem beliebten Ausflugsberg liegen außerdem viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Olympische Ring oder die Miró-Stiftung. Was es auf dem Montjuïc alles zu sehen gibt, verrate ich euch in diesem Post.
Hafenblicke aus der Seilbahn
Der schnellste und mit Abstand schönste Weg auf den Montjuïc ist mit der Hafenseilbahn, von deren Gondel man bereits einen beeindruckenden Blick auf Barcelona hat.

Die Talstation der Hafenseilbahn befindet sich am Strand von San Sebastià in Barceloneta, von hier bringt einen die Gondel bis zur Bergstation Miramar.
Noch höher hinaus gelangt man mit der Montjuïc-Seilbahn, die bis zur Spitze des Bergs führt. Von den individuellen Kabinen aus hat man einen tollen Panoramablick auf den Montjuïc, die Stadt und das Meer.
Um von der Hafenseilbahn zur Montjuïc-Seilbahn zu gelangen, kann man entweder zu Fuß in Richtung Parc de Montjuïc gehen oder einen der Busse der Linien 150 oder 55 nehmen und an der gleichnamigen Haltestelle aussteigen.
In der Station Parc de Montjuïc befindet sich auch die Standseilbahn (Funicular), die den Montjuïc mit Barcelonas Innenstadt verbindet. Das Funicular ist Teil des öffentlichen Verkehrsnetztes und kann unter anderem mit der Hola-Barcelona Card benutzt werden.
Auch der Bus Turístic (Hop-On-Hop-Off Bus) überquert auf der roten Route den Montjuïc und hält an den beliebtesten Sehenswürdigkeiten, bevor er den Berg auf der anderen Seite verlässt und am Hafen entlangfährt.
Auf dem Gipfel des Montjuïc liegt die Burg (Castell de Montjuïc), von deren Zinnen man einen 360º Rundblick auf ganz Barcelona hat. Der Zugang zur Burg ist kostenpflichtig, Tickets sind vor Ort erhältlich.
Auf dem Rückweg mit der Seilbahn kann man am Aussichtspunkt Mirador del Alcalde aussteigen, von wo aus man wieder beindruckende Blicke auf das Mittelmeer und den Frachthafen hat. Alternativ gelangt man natürlich auch zu Fuß zu diesem Aussichtspunkt.



In der Nähe des Mirador Migdía liegt unter Bäumen ein nettes Ausflugslokal mit Außenbestuhlung und tollen Blicken auf den Frachthafen. Bei schönem Wetter ist es ohne Reservierung jedoch schwierig, spontan einen freien Tisch zu erwischen. Informiert euch vorab unbedingt auf Google über die Öffnungszeiten, das Lokal hat nicht jeden Tag geöffnet!
Weitere Restaurant-Tipps gebe ich euch am Ende dieses Artikels.
Ausblick vom Palau Nacional
Man muss aber noch nicht mal ganz hoch auf den Montjuïc, um Barcelona von oben zu sehen. Schon vom Nationalpalast (Palau Nacional), in dem das Nationale Museum für Kunst (MNAC) untergebracht ist, hat man einen malerischen Ausblick auf die Stadt. Der Blick von den Treppen ist gratis, um aufs Dach des Palau zu gelangen, muss Eintritt gezahlt werden.

Tipp: Vor dem Kunstpalast liegt der "Magische Brunnen", an dem im Sommer audiovisuelle Darbietungen abgehalten werden.
Blick auf den Nationalpalast vom Einkaufszentrum Las Arenas
Auf der gegenüberliegenden Seite hat man vom Dach des Einkaufszentrum Las Arenas wiederum einen guten Blick auf den Nationalpalast, die venezianischen Türme und den monumentalen Brunnen auf der Plaça Espanya.

Der Name des Einkaufszentrums leitet sich von dessen ursprünglichem Zweck als Boxkampf- und später als Stierkampfarena ab. Der letzte Stierkampf fand hier 1977 statt, bevor der barbarische Brauch in ganz Katalonien abgeschafft wurde.
Um auf das Dach des Einkaufszentrums zu gelangen, kann man entweder den gebührenpflichtigen Aufzug an der Fassade nutzen oder mit der Rolltreppe durch das Innere des Shoppingcenters nach oben fahren.
Aussichtspunkte im Park Güell
Der von Antoni Gaudí geschaffene Park Güell ist eine der Must-See-Sehenswürdigkeiten in Barcelona.
Neben der unter Denkmalschutz stehenden monumentalen Zone verfügt der am Hang gelegene Park über einige der besten Aussichtspunkte, um Barcelona von oben zu betrachten.
Einen der berühmtesten Blicke auf Barcelona hat man vom Balkon mit der Wellenbank, von dem der Eingangsbereich des Parks überschaut werden kann.

Von den höher gelegenen Aussichtspunkten wie dem Turó de les Tres Creus oder dem Pont de Dalt wird man mit beeindruckenden Panoramablicken belohnt.

Für das gesamte Parkgelände wird ein Ticket benötigt, das unbedingt rechtzeitig online gekauft werden sollte. Von Spontanbesuchen rate ich dringend ab, vor allem, da der Park etwas außerhalb des Zentrums liegt.
Über diesen Link können die Tickets für den Park Güell gekauft werden, allerdings fallen in diesem Fall Gebühren an. Alternativ könnt ihr die Tickets über die offizielle Webseite kaufen und mich über den nachfolgenden Link direkt unterstützen.
Blick auf Barcelona von den Bunkers del Carmel
Als der republikanische Widerstand während des spanischen Zivilkriegs den Hügel Turó de la Rovira als Standort für eine Flugabwehrbatterie auswählte, lag das vor allem an der guten Sicht, die man von dort auf ganz Barcelona hat.
Während der Nachkriegszeit befand sich hier eines der letzten Elendsviertel von Barcelona, das anlässlich der Olympischen Spiele aufgelöst und die Bewohner in Wohnungen umgesiedelt wurden.
Bis vor kurzem zogen die mit Graffiti besprühten Betonreste abends scharenweise Erasmus-Studenten und andere junge Menschen an, die hier mit Dosenbier zusammensaßen und den Sonnenuntergang und den heruntergekommenen Underground-Charme der Bunker genossen.
Auch wenn die Bunker von Carmel bis vor kurzem noch als Geheimtipp galten, waren sie schließlich so überfüllt, dass sie eine Lärmbelästigung für die Anwohner darstellten und sich die Stadtverwaltung schließlich gezwungen sah, die Aussichtsplattform abends zu schließen.
Heute kann man den Panoramablick auf Barcelona deshalb nur noch tagsüber genießen, der Eintritt bleibt kostenlos.
Öffnungszeiten der Bunkers del Carmel:
im Sommer: 09:00 - 19:30 Uhr
im Winter: 09:00 - 17:30 Uhr

Auf dem Schießplatz befindet sich eine oft übersehene Ausstellung über die Flugabwehr während des Bürgerkriegs und die Kasernen in Barcelona. Bunker gab es trotz des Namens auf dem Turó de la Rovira übrigens nie.
Um zu den Bunkern zu gelangen, kann man den Bus der Linie 22 ab Plaça Catalunya bis Gran Vista - Turó de la Rovira nehmen und von dort noch c.a. 400 Meter zu Fuß gehen. Alternativ kann man den Bus der Linie 119 vom Stadtteil Gràcia nehmen und an der Station Marià Lavèrnia aussteigen, die etwas näher am Aussichtspunkt liegt.
Tipp: Vom Park Güell aus sind die Bunker del Carmel in ca. 20 Minuten zu Fuß zu erreichen.
Sehenswürdigkeiten mit Ausblick auf Barcelona
Auch in der Innenstadt bieten die urbanen Aussichtstürme und Aussichtspunkte teilweise beeindruckende Blicke auf die Stadt.
Viele der bekannten Sehenswürdigkeiten in Barcelona haben ihre Dächer und Türme der (zahlenden) Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Besuch der Sehenswürdigkeiten sollte dabei aber immer im Vordergrund stehen und nicht vom Ausblick abhängig gemacht werden.
Die verglasten Aussichtsplattformen der Torre Glòries und der Kolumbussäule können auch bei schlechtem Wetter besucht werden (wobei man dann natürlich nicht viel sieht), die Türme der Sagrada Familia und die Dächer der Gaudí-Häuser sind bei Regen und starkem Wind geschlossen.
Torre Glòries
Die zylinderförmige Torre Glòries ist eines der zeitgenössischen Wahrzeichen von Barcelona und nicht mehr wegzudenken aus der Skyline.

Seit 2022 kann die Torre Glòries auch im Inneren besucht werden. Von der verglasten Aussichtsplattform im 30. Stockwerk hat man aus 125 Metern Höhe einen 360-Grad-Rundblick auf Barcelona. Gegen Aufpreis kann auch die über der Plattform an Kabeln hängende „Wolkenstadt” Cloud City begangen beziehungsweise beklettert werden.
In der interaktiven Ausstellung im Untergeschoss erhält man außerdem nochmal tiefere Einblicke aus einer ganz anderen Perspektive.
Tickets für die Torre Glòries könnt ihr über diesen Link kaufen.
Die Besichtigung von Cloud City ist optional und kann bei Schritt 2 ausgewählt werden.
Tipp: Vom Rooftop des Hoxton Hotels hat man abends spektakuläre Blicke auf den rot-blau schillernden Zylinder.
Aussichtsplattform in der Kolumbussäule
Am Ende der berühmten Flaniermeile La Rambla, die sich von der Plaça Catalunya bis hinunter zum Hafen zieht, erinnert das Kolumbus-Denkmal an den Entdecker, der nach seiner Rückkehr aus Amerika im Hafen von Barcelona Anker ließ.
Im Inneren der Kolumbus-Säule führt ein Aufzug 60 Meter nach oben bis zur Aussichtsplattform im Globus unter der Statue. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf den Hafen, den Montjuïc und die von Bäumen gesäumte Rambla, an deren Flanken sich die Altstadt erstreckt.


Die Aussichtsplattform ist verglast und ziemlich eng - meist befinden sich aber nicht viele Menschen gleichzeitig oben (als ich sie frühmorgens besucht habe, war ich die Einzige).
Tickets können über den offiziellen Anbieter Barcelona Turisme online gekauft werden, wo sie am günstigsten sind. Am Schalter im Sockel des Denkmals fällt ein Zuschlag von 2,50 EUR an.
Blick von den Türmen der Sagrada Familia
Ein Besuch der Sagrada Familia ist ein Must-Do für jeden Barcelona-Reisenden.
Optional kann man eine Besichtigung der Glockentürme dranhängen, von denen man nicht nur die Details an den Fassaden und den Türmen sehr schön sieht, sondern auch phantastische Blicke auf die gesamte Stadt hat.
Was es von den Türmen der Sagrada Familia zu sehen gibt, könnt ihr hier nachlesen.

Der zentrale und höchste Turm der Sagrada Familia soll in Zukunft eine verglaste Aussichtsplattform beherbergen, Einzelheiten darüber sind allerdings noch keine bekannt. Gaudí beschloss bewusst, die Höhe der Basilika unter der des Montjuïc zu halten, da er der Meinung war, dass kein von Menschen geschaffenes Werk ein Werk Gottes übertreffen sollte.
Für die Sagrada Familia sollten Tickets unbedingt frühzeitig gekauft werden, schließlich ist die Basilika die beliebteste Sehenswürdigkeit Barcelonas. Das gilt insbesondere, wenn man vorhat, die Türme zu besichtigen, zu denen nur wenige Besucher gleichzeitig Zutritt haben.
Die Tickets können direkt über die offiziellen Webseite gekauft werden, wo sie am günstigsten sind.
Blick vom Dach der Kathedrale
Im Herzen des gotischen Viertels erhebt sich die Kathedrale von Barcelona, die weder mit der Sagrada Familia, noch mit der Kathedrale des Meeres (zu der wir im Anschluss kommen) zu verwechseln ist.
Ihr vollständiger Name lautet Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia. Eulàlia war ein dreizehnjähriges Hirtenmaderl, das in der vorchristlichen römischen Kolonie Barcino aufgrund ihrer Hingabe zu Gott dreizehn qualvollen Martyrien ausgesetzt wurde. Wenn man der Legende glaubt, geschah all das im Jahr 303, also viele Jahrhunderte vor dem Bau der Kathedrale. Heute ist Santa Eulàlia eine der Schutzheiligen von Barcelona.

Die Kathedrale und der gotische Kreuzgang können gegen Eintritt besichtigt werden. Der Aufzug zum Dach, von dem aus man einen guten Blick auf die Altstadt, den Montjuïc und das Meer hat, ist im Preis inbegriffen.
Blick von der Basilika Santa Maria del Mar
Während die Kathedrale die Kirche des Adels war, war die Basilika Santa Maria del Mar auch als Kirche des Volks bekannt. Einen internationalen Namen hat sie sich aber hauptsächlich als Kathedrale des Meeres gemacht. Die Basilika war Zufluchts- und Gebetsstätte für alle Menschen, die in dem vom Seehandel blühenden Viertel La Ribera lebten.
Beide Kirchen wurden in der selben Epoche im katalanischen Gotikstil errichtet, aber während die Kathedrale während der "Gotisierung" der Altstadt mit neugotischen Elementen aufgepäppelt wurde, behielt die Santa Maria del Mar ihren typisch gedrungenen Baustil bei. Auch im Inneren ist sie vergleichsweise schmucklos - trotzdem ist das lichtdurchflutete Kirchenschiff von beeindruckender Schönheit und unbedingt einen Besuch wert.

Vom Dach der Basilika bieten sich wieder schöne Blicke auf die Altstadt und das Meer. Die Tickets sind vor Ort erhältlich und können entweder mit oder ohne Zugang zum Dach erworben werden.
Ausblick von Gaudís Dachterrassen
Gaudí war ein Ästhet, der auch den ordinärsten Bauelementen seine volle Aufmerksamkeit schenkte und ein Highlight eines jeden Gaudí-Hauses ist die Dachterrasse (das war lange bevor Rooftops im Trend lagen).
Allen voran die phantasievolle Dachterrasse der Casa Milà, die eine Landschaft aus Kaminen, Brücken, Treppen und Bögen bildet. Die Pedrera war der letzte Profanbau des großen Architekten und es heißt, dass er von ihrer Dachterrasse das Voranschreiten der Bauarbeiten seiner geliebten Sagrada Familia beobachtete.
Tickets für die Casa Milà könnt ihr über diesen Link kaufen.

Die Casa Batlló liegt ebenfalls auf dem prestigeträchtigen Passeig de Gràcia und wird auch das Haus des Drachen genannt. Ihren Namen verdankt sie dem schuppenartigen Dach und dem Zierturm, der wie ein Schwert aus dem "Rücken des Drachen" ragt.
Die Drachenterrasse ist kleiner als das Dach der Pedrera und auch die Aussicht ist nicht ganz so beeindruckend. Dafür sagt vielen Besuchern das Innere des Hauses mit seinem verspielten Baustil mehr zu als die Casa Milà.
Ihr solltet eure Entscheidung aber nicht von der Aussicht, sondern von eurem persönlichen Interesse abhängig machen. Über beide Häuser könnt ihr auf diesem Blog mehr erfahren.
Tickets für die Casa Batlló könnt ihr über diesen Link kaufen.


Eines der unbekannteren Werke Gaudís ist die Torre Bellesguard, was wortwörtlich "Schöner Blick" bedeutet.
Ihren Namen erhielt die Originalburg vom letzten König Kataloniens. Der in die Jahre gekommene Monarch zog sich hierher zurück, um sich von den Strapazen des Regierens zu erholen. Viel, viel später errichtete Gaudí an dieser Stelle seine symbolträchtige "Burg" als Hommage an Katalonien.

Die Torre Bellesguard liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums, weshalb man vom Dach aus einen schönen Panoramablick auf ganz Barcelona hat. Auf der Terrasse „versteckt” sich übrigens auch ein Drache, den man auf dem Foto mit etwas Phantasie erkennen kann.
Auch die Dachterrassen von Gaudís Palau Güell und Casa Vicens können besichtigt werden. Von dort aus hat man allerdings wieder einen sehr städtischen Blick. Die beiden Häuser sind in sehr unterschiedlichen Baustilen konstruiert - mehr dazu erfahrt ihr auf diesem Blog.
Blick vom Oberdeck der Hop-On-Hop-Off Busse
Zugegeben, sind die doppelstöckigen Hop-On-Hop-Off Busse sind nicht sehr hoch, aber vom offenen Oberdeck aus hat man teilweise privilegierte Ausblicke auf die Sehenswürdigkeiten, den Hafen und den Strand.
An anderen Attraktionen hingegen fahren die Busse sehr schnell vorbei und man muss aussteigen, um sie sich aus der Nähe anzusehen.

Die Busse dienen hauptsächlich dazu, sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen und sind nach der Hafenseilbahn eine der besten Optionen, um auf den Montjuïc zu gelangen. Über den Aussichtsberg habe ich weiter oben bereits berichtet.
Rooftop-Terrassen mit Ausblick
Barcelona ist ganzjährig mit mildem Klima und reichlich Sonnenschein gesegnet - kein Wunder also, dass die meisten Gebäude mit Dachterrasse ausgestattet sind.
Ein beliebter Treffpunkt sind die Rooftop-Terrassen der Hotels, die teilweise auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Hier können sich Touristen unter die Einheimischen mischen, um mit einem Cocktail in der Hand den Sonnenuntergang und die Aussicht auf Barcelona zu genießen.
Beliebte Rooftops für einen After-Work-Drink direkt im Zentrum sind zum Beispiel das 360º auf dem Hotel Barceló Raval und das Dolce Vitae des Hotel Majestic.
Von der Dachterrasse des Sercotel Hotel Rosseló hat man einen Wahnsinns-Blick auf die Sagrada Familia, während das Tope des Hoxton Hotels einen beeindruckenden Ausblick auf die Torre Glòries bietet.
Informiert euch vorab über die Öffnungszeiten der Terrassen auf den Webseiten der Hotels und nehmt gegebenenfalls eine Reservierung vor.

Eine der schönsten Dachterrassen, die das ganze Jahr über geöffnet hat, ist für mich die Terrassa de les Indianes. Die Terrasse ist nicht besonders hoch gelegen, bietet aber von der Brüstung einen wunderschönen Blick auf den Hafen.
Um auf die Terrasse zu gelangen, muss die Eingangshalle des Geschichtsmuseums (Museu d'Historia de Catalunya) durchquert werden. Der Eintritt für's Museum muss nicht gezahlt werden, man folgt einfach der Beschilderung zum Rooftop. Die Terrasse ist Teil des Restaurants 1881 Per Sagaradi, in dem man auch sehr gut essen kann.
Restaurants und Bars mit Panoramablick
Einige der besten Adressen, um bei wunderschönem Panoramablick über Barcelona zu speisen, findet man auf dem Montjuïc.
Von der Terraza Miramar, das direkt an der Station der Hafenseilbahn liegt, bieten sich spektakuläre Blicke auf den maritimen Stadtteil und das Meer. Auf der Karte stehen unter anderem Tapas, Salate, Pizza und Burger sowie leckere Cocktails.

Etwas gehobenere Küche (und Preise) bietet das Terraza Martínez, das neben Paella auch gute Fleisch- und Fischgerichte serviert. Das Restaurant befindet sich ebenfalls in der Nähe der Seilbahnstation.
Aber bereits an der Talstation der Hafenseilbahn hat man vom Torre d'Alta Mar (in der Torre San Sebastià) einen schönen Rundumblick auf Barcelona, das Meer und den Hafen. Außer à-la-carte-Essen bietet das Restaurant ein Verkostungsmenü mit 7 Gängen an.
Für alle, die mit dem Funicular aus der Innenstadt anreisen, ist das direkt an der Station gelegene Xalet del Montjüic eine gute Option. Auch hier kann man bei traumhaften Blick qualitativ hochwertige Fleisch- und Fischgerichte genießen.

Direkt daneben befindet sich das städtische Schwimmbad mit dem ehemaligen olympischen Sprungbecken. Gehobene Gastronomie sollte man in der Salts Bar nicht erwarten, aber um bei Sonnenuntergang in entspannter Atmosphäre ein paar Tapas und einen Aperol Spritz zu genießen, ist dies der perfekte Ort.
Der Eingang zur Kioskbar befindet sich auf der obersten Ebene des Schwimmbads. Es herrscht Selbstbedienung, wer Tapas bestellt, erhält eine Nummer und das Essen wird an den Tisch gebracht.

Die besten Hotels mit Ausblick
Wer das Budget hat, sollte sich unbedingt nach einem Zimmer mit Meeresblick umsehen.
Das segelförmige W Barcelona Hotel liegt direkt am Pier am südlichsten Zipfel von Barceloneta und bietet dank seiner spektakulären Lage von jedem Zimmer aus Meerblick. In den östlich gelegenen Zimmern werden Frühaufsteher morgens mit wunderschönen Sonnenaufgängen über dem Meer belohnt.

Tipp: Auch Nicht-Hotelgäste können den Ausblick vom Nachtclub Eclipse in der obersten Etage des Hotels genießen. "Schicke" Kleidung ist erforderlich und die Preise sind der Lage angepasst (also ebenfalls hoch).
Die beiden Zwillingstürme am olympischen Hafen waren mit 154 Metern bis vor kurzem noch die höchsten Gebäude in Barcelona - bis ihnen die Sagrada Familia nach Fertigstellung des zentralen Turms den Rang abnahm.
Trotzdem kann man über den Ausblick von den oberen Etagen des Hotel Arts nicht meckern. Bei Reservierung sollte man darauf achten, ein Zimmer mit Meerblick zu buchen.
Im zweiten Turm, der Torre Mapfre, befindet sich übrigens unter anderem das deutsche Konsulat.

Das Hotel Melià Barcelona Sky ist mit 29 Etagen das zweithöchste Hotel der Stadt. Das Melià befindet sich im trendigen Stadtteil Poble Nou, unweit vom Zentrum und vom Strand entfernt und bietet sowohl Zimmer mit Meer- als auch mit Stadtblick.
Das Hotel Miramar liegt auf dem Montjuïc, einem der natürlichen Aussichtspunkte von Barcelona, was ihm Ausblick-technisch einen klaren Vorteil verschafft. Dank der privilegierten Lage hat man von den Zimmern entweder unschlagbaren Ausblick aufs Meer oder auf die Stadt. Das Miramar befindet sich direkt an der Station der Hafenseilbahn.

